Keine Wohnungen für Senioren

Senioren haben es bei der Wohnungssuche schwer

Vor allem in den deutschen Großstädten werden die Wohnungen langsam knapp, was die Folge hat, das teilweise zig Bewerber auf eine freie Wohnung kommen. Das ist ein großer Nachteil für Senioren: Sie sind in den Augen der Vermieter leider nicht der „optimale Mieter“ – es sei denn, sie verfügen über eine sehr große Rente. Weil die Vermieter in den Lage sind, sich ihren Mieter auszusuchen, wählen sie lieber allein stehende, kinderlose 30-40 jährige Gutverdiener aus. Davon bewerben sich sehr viele um Wohnungen in Großstädten, Senioren ziehen also meist den Kürzeren.

Warum Vermieter (oft) keine Senioren wollen


Vermieter haben oft Bedenken, ob die Rente eines Senioren dauerhaft ausreichen wird um alle Kosten zu denken – was ja auch kein Wunder ist, schließlich steigen die Lebenserhaltungskosten stetig. Für einen Vermieter ist die Gefahr, dass es irgendwann zu Schwierigkeiten mit der Mietzahlung kommen könnte eine rote Karte – Wenn er also die Wahl zwischen einem Rentner und einem gut verdienenden Beruftätigen hat, geht er lieber auf Nummer sicher. Da werden ältere Menschen oft gar nicht erst zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen sondern schon mit einer lauen Ausrede am Telefon abgefertigt.

Kann man das eigentlich schon Diskriminierung nennen, wenn man, nur weil man Senior ist, von  vornherein keine Chance auf eine Mietwohnung hat? Wir meinen ja! In den deutschen Städten fehlt es eindeutig an Wohnraum für Senioren, so viel ist klar. Statt für den sozialen Wohnungsbau werden Neubaugebiete meist für Luxuswohnungen oder Bürogebäude genutzt, denn damit kann für alle mehr verdient werden. Aber wessen Aufgabe ist es, darauf zu achten, dass es genügend Senioren-taugliche Wohnungen gibt? Ist es nicht absolut ungerecht, dass Menschen, die jahrzehntelang hart gearbeitet haben, dermaßen benachteiligt und vergessen werden?

Bildquellenangabe: Hartmut910 / pixelio.de

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